Sächsischer Prinzenraub

Gemeinde: Stadt Altenburg

Ausgabe: 1921

Serie: 8 Scheine

Entwurf: ???

 

 

Einheitliche Vorrderansicht

 

 

 

Der Altenburger Prinzenraub | Festspiele bis 2011

 

Die kurfürstlichen Brüder des Hauses Wettin, Kurfürst Friedrich II. und Herzog Wilhelm III., sollen das Land – ihr Erbe – untereinander in Sachsen und Thüringen aufteilen. Durch offensichtlich missgünstige Beratung der Brüder kommt eine befriedigende Teilung nicht zustande; Friedrich und Wilhelm geraten darüber in heftigen Streit. Eine friedliche Lösung ist nicht in Sicht und so kommt es 1446 – 1450 zum sogenannten „Bruderkrieg“, der nur viel Geld kostet und natürlich kein Ergebnis bringt. An der Seite Friedrichs kämpfte im „Honorarauftrag“ Kunz von Kauffungen, einer der besten und bekanntesten Ritter seiner Zeit im Reich. Er verliert in diesem Krieg etliches an Hab und Gut, gerät in Gefangenschaft, aus der er sich mit 4000 Gulden freikauft. Das Geld und die Sachwerte will er vom Kurfürsten zurück. Er bekommt nichts und klagt vergebens. Im Gegenteil, eine für ihn unerwartete Gegenklage ist derart massiv, dass Kunz Widerspruch einlegt. Er entschließt sich, seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, indem er mit Gleichgesinnten die beiden Söhne des Kurfürsten bei ‚Nacht und Nebel‘ am 7. Juli 1455 „kidnappt“ – ein zu dieser Zeit völlig probates und erlaubtes Mittel der Fehde. Er wird mehrere Tage gejagt, gefangen genommen und ohne Prozess (!) am 14. Juli 1455 in Freiberg / Sachsen hingerichtet. Die Umstände der Prozesse, die seiner Gefangennahme und die politischen Hintergründe sind stets und bis heute Anlass zu Spekulationen, beschäftigen Historiker wie Rechtsgelehrte gleichermaßen.

 

Die beiden Söhne Friedrichs, Ernst und Albrecht, sind die Begründer der späteren ernestinischen (Thüringen) und albertinischen (Sachsen) Linie des Königreichs Polen sowie der Länder Thüringen und Sachsen. Einer der bekanntesten Vertreter der Nachfahren ist August der Starke...

 

Quelle und zum Weiterlesen: http://www.prinzenraub.de